Hau Sickingen | © Sabine Pilger

Haus Sickingen

Fachwerkhaus in Ständerbauweise, bei der die senkrechten Balken jeweils aus einem einzigen Stamm bestehen. In diese Stämme wurden dann waagerecht verlaufende Balken eingelegt.

1420 suchte sich hier der Rheinschiffer Ackermann eine Bleibe, von der heute nur der Unterbau aus Stein existiert. Der Fachwerk-Oberbau stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das Haus befand sich lange im Besitz der Familie des Reichsritters Franz von Sickingen und erhielt schließlich deren Namen. Das Haus Sickingen wurde noch im Ständerbaustil gebaut. Die senkrechten Balken bestehen jeweils aus einem einzigen Stamm. In diese Stämme hat man Einkerbungen geschnitzt, in welche die waagerecht verlaufenden Balken gelegt wurden. Da dieser Baustil nicht stabil war, erfand man den Rähmbau. Hierbei verband man waagerecht durchlaufende Balken mit kurzen senkrechten Balken. Aufgrund dieses Unterschiedes kann man mühelos erkennen, welche die älteren Häuser sind.