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Partnerstädte

Bacharach pflegt zu Overijse in Belgien und Santenay in Frankreich partnerschaftliche Beziehungen.

Am 30. Mai 1959 wurde durch einen Festakt die Städtepartnerschaft zwischen Bacharach und Santenay mit der Überreichung der Bacharacher Partnerschaftsurkunde proklamiert. Die in deutsch und französisch abgefasste Urkunde lautet: „Die Einwohner der Stadt Bacharach am Rhein, vertreten durch Bürgermeister Hans Stamm und 15 Ratsherren, erklären feierlich die Partnerschaft mit Santenay (Burgund) und grüßen die Einwohner dieser Stadt in Freundschaft und Verbundenheit. Bacharach, am 30. Mai 1959".

Im Juni 1959 kam es auf Initiative der Gemeinde Overijse zu einer ersten Kontaktaufnahme mit dem Deutschen Dienst für Tourismus wegen einer Städtepartnerschaft mit einer Gemeinde am Rhein. Am 1. Juli wurden erste Einzelheiten der Partnerschaft besprochen. Im August 1959 besuchte eine Gruppe aus Overijse zum ersten Kennenlernen unserer Stadt. Am 9. August traf Bürgermeister Guillaume Depré sich nochmals mit Bürgermeister Stamm und dem Verkehrsamtsleiter zum Gespräch über die offizielle Städtepartnerschaft. Zum Traubenfest am 5. September 1959 wurde dann in Overijse die Städtepartnerschaft feierlich begründet.

Overijse

Overijse ist eine belgische Gemeinde mit 24.058 Einwohnern (Stand 2005) in der Provinz Flämisch-Brabant. Sie liegt am südlichen Rand des Zonienwaldes und grenzt an die Hauptstadtregion Brüssel, die flämischen Gemeinden Hoeilaart, Huldenberg und Tervuren, die wallonischen Gemeinden La Hulpe und Rixensart sowie an die wallonische Stadt Wavre.
Overijse besteht aus den sechs Ortsteilen Overijse-Zentrum, Jezus-Eik, Eizer, Terlanen, Tombeek und Maleizen. Durch Overijse fließt der Fluss Ijse, dem die Gemeinde ihren Namen verdankt.

Die Region um Overijse, Hoeilaart und Huldenberg wird auch der Druivenstreek („die Region der Trauben“) genannt. Hier werden traditionell Tafeltrauben angebaut, die in Gewächshäusern, im Flämischen Serren genannt, heranwachsen. Es ist verbürgt, dass schon Ludwig XIV. sich Tafeltrauben aus Overijse in sein Schloss nach Versailles bringen ließ. Noch heute gibt es im Spätsommer traditionelle Traubenfeste in der Umgebung. Die Tafeltrauben aus Overijse und der Nachbargemeinde Hoeilaart erfreuen sich großer Beliebtheit. Der sehr arbeitsintensive Anbau liefert Tafeltrauben von hervorragender Qualität.

Geschichte
Overijse wurde erstmals im Jahre 832 urkundlich unter dem Namen Isca erwähnt. Isca ist ein lateinisches Wort keltischen Ursprungs und bedeutet Wasser. Zwischen 1001 und 1005 erhielt die Gemeinde erste Rechte von Otto von Niederlothringen, welche den Einwohnern erlaubte, befreit von Zöllen, auf dem Brüsseler Markt Getreide zu verkaufen. Im Jahre 1234 gewährte Heinrich I. von Brabant den Bürgern Overijses Freiheitsrechte, die sie auf eine Stufe mit den Bürgern Brüssels, Wavres und Löwens stellte. Mit dem Beginn der Regentschaft der Herren von Witthem 1345 begann für Overijse eine Periode des Zerfalls. Negativer Höhepunkt war das Jahr 1488 in dem das Dorf von Truppen Kaiser Maximilians I. niedergebrannt wurde. Am 10. Oktober 1677 wurde Overijse unter Eugen-Maximilian van Horne auf den Stand eines Fürstentums erhoben. Allerdings sahen sich die Erben des Fürsten im Jahre 1817 gezwungen das Fürstentum wieder zu verkaufen. 1832 erhielt Overijse ein Ehrenabzeichen für die Entsendung von Freiwilligen nach Brüssel während der belgischen Revolution 1830. Im Jahre 1840 erteilte König Leopold I. der Gemeinde die Erlaubnis ein Wappen tragen zu dürfen.

Justus Lipsius (mit echtem Namen Joest Lips) ist einer der berühmtesten Söhne von Overijse. Hier am 18. Oktober 1547 geboren, verstarb er am 23. März 1606 in Löwen. Er war Rechtsphilosoph und Philologe. Neben Erasmus von Rotterdam gilt Lipsius, als der bedeutendste Schriftsteller des Humanismus.

Overijse unterhält Partnerschaften mit noch 4 weiteren europäischen Städten:
Bruttig-Fankel (D)
Mâcon (F)
Lecco (I)
Modra (SK)

Santenay

Santenay ist eine Gemeinde mit 900 Einwohnern. Sie liegt im Tal des Flusses Dheune, im Süden der Côte de Beaune und gehört zum Département Côte-d’Or in Burgund. Wegen seiner Weine ist Santenay weltweit bekannt. Außerdem verfügt der Ort über einige Heilquellen.

Zur Römerzeit wurde die Gemeinde Sentilliacum genannt. Den Namen verdankte sie einer ihrer Quellen, der Santana. Das Wasser dieser Quelle enthält viel Lithium, das für seine heilsame Wirkung bekannt ist. Wie häufig bei Heilbädern, gibt es hier auch ein Spielcasino. Das erste Kasino von Santenay öffnete seine Pforten bereits im Jahre 1892 mit dem Spiel der kleinen Pferde im Source Salée Park. In der Saison 2001-2002 besuchten mehr als 270.000 Menschen das Kasino, das sich in einem Gebäude aus dem 14. Jahrhundert befindet, welches Erinnerungen an die Zeit der burgundischen Herzöge wachruft. Liebhaber von Glücksspielen finden hier alle bekannten Spielmöglichkeiten, wie Roulette, Blackjack, Poker usw.

Die Weinberge von Santenay bedecken eine Fläche von 390 Hektar, von denen 140 Hektar Première Cru Lagen sind. Jährlich produziert man 1.500.000 Flaschen, davon 95 % Rotwein aus der Rebsorte Pinot Noir. Der Weißwein wird aus der Rebsorte Chardonnay hergestellt. Zum Vergleich: Im ganzen Mittelrheingebiet gibt es insgesamt ca 460 Hektar Weinanbaufläche.

Als wichtiges Weinbaustädtchen hat Santenay auch seine eigene Weinbruderschaft, die Confrérie de Saint Vincent et de Grumeurs de Santenay.